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Eicher Oldtimer Traktoren - Geschichte und Chronik

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Geschichte

Die Anfänge des Landmaschinenunternehmens Eicher wurden 1901 gemacht, als Josef Eicher in Forstern eine Reparaturwerkstatt für landwirtschaftliche Maschinen und Geräte gründete. Die Arbeit des Vaters faszinierte die beiden Söhne Josef und Albert so sehr, dass sie begannen, an Fahrzeuge ein Mähwerk zu bauen. Der nächste Schritt folgte 1935 mit dem Zusammenbau einer Vielzweckmaschine, die pflügen, mähen und ziehen konnte.
Im darauffolgenden Jahr wurde der erste Eicher Traktor konstruiert. Angetrieben wurde er von einem wassergekühlten, 20 PS starken Deutz-Dieselmotor. Seitdem begann der rasante Aufstieg von Eicher. Bereits im Mai 1941 wurde der 1.000ste Eicher-Traktor ausgeliefert. Doch nur wenige Zeit später holte der Krieg das Unternehmen ein. Eingestuft als kriegswichtiger Betrieb, musste die Produktion umgestellt werden. Statt Traktoren wurden nun Flugzeugmotoren gebaut. Direkt nach dem Krieg ließ sich Eicher von einem BMW-Flugmotoreningenieur einen luftgekühlten Dieselmotor konstruieren.
1948 brauchte Eicher den ersten luftgekühlten Dieselmotor der Welt auf den Markt. Der Motor mit der Bezeichnung ED 16 hatte 1 Zylinder und leistete 16 PS. In den darauf folgenden Jahren stieg die Nachfrage nach Eicher Traktoren immer weiter an. So wurde im Mai 1951 bereits der 4.000ste Traktor und nur zwei Jahre sogar der 10.000ste Traktor produziert. Bis 1957 wurde die komplette Produktpalette nach und nach auf Eicher Motoren umgestellt. Markenzeichen der luftgekühlten Eicher Motoren war das Kühlluftgebläse. Jeder Zylinder bekam über ein eigenes Gebläse die kühlende Luft.
Die nächsten Jahr brachten bei Eicher einen gewaltigen Aufschwung. Es wurden das Landmaschinenwerk Famag erworben und die legendäre Raubtierreihe präsentiert. Dazu zählten die Modelle Panther, Leopard und Königstiger, die bis in die siebziger Jahre erfolgreich weiterentwickelt wurden. Zudem gewinnt Eicher eine Ausschreibung zur Traktorenfertigung in Indien und gründet dort die Eicher Goodearth Ltd..
In den sechziger Jahren erweiterte Eicher seine Produktpalette um Schmalspurschlepper und übernimmt das Isaria-Werk von BMW. 1965 wird der 100.000ste Traktor von Eicher produziert. Schwierigkeiten bekam Eicher, als der Getriebehersteller ZF die Fertigung von Getrieben für Kleinschlepper einstellte. Da eine eigene Getriebefertigung nicht möglich war, suchte Eicher nach einem neuen Partner. Dieser wurde mit Massey Ferguson 1970 gefunden, welcher sich zu 30% an der neu gegründeten Eicher GmbH geteiligt und fortan Getriebe für die Hinterradschlepper lieferte. Die Allradschlepper wurden erstmal weiter mit ZF-Getrieben gebaut.
Mit dieser Partnerschaft verliert Eicher allerdings seine Identietät, da sich die Traktoren nur noch gering von den Massey Fergusonen Traktoren unterscheiden. Die Verkaufszahlen gestalten sich rückläufig und das Geld wird knapp, sodass die Gebrüder Eicher zum Schluß nur noch einen Anteil von 0,3% an ihrem einstigen Unternehmen hielten.
Da Massey Ferguson zunehmend selbst in finanzielle Schwierigkeiten geraten war, drohte 1982 die Schließung von Eicher. Dies konnte allerdings die indische Tochterfirma Eicher Goodearth verhindern, welche fortan Eigentümer der Eicher GmbH war. Ab 1984 wechselte das Unternehmen aufgrund anhaltender wirtschaftlicher Schwierigkeiten mehrfach den Besitzer, die Absatzzahlen sanken jedoch weiter. 1992 wurde schließlich das Konkursverfahren mangels Masse abgelehnt und die Eicher GmbH aufgelöst.
Seit 2007 stellt der ehemalige niederländische Eicher-Importeur Hissink Oeken unter dem Markennamen Eicher Traktoren her.

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